Das 43. Frauen Film Fest Köln+Dortmund, das vom 22. bis 26. April in Köln stattfindet, verspricht selbstbestimmte, kämpferische, zukunftsweisende und unterhaltsame Bilder und Geschichten von und über Frauen. Fünf Tage lang werden 83 Filme aus 37 Ländern zu sehen sein. Eröffnet wird das Filmfest mit „No Good Men“ von Sharbanoo Sadat, mit dem schon die Berlinale startete.
Vom 22. bis 26. April findet in Köln zum 43. Mal das Internationale Frauen Film Fest Köln+Dortmund statt. Das Festival gilt als Deutschlands größtes Forum für Frauen in der Filmbranche und hat sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss von Frauen in der Kinoindustrie zu stärken und Nachwuchstalenten mehr Handlungsfähigkeit zu ermöglichen. In diesem Jahr werden 83 Filme aus 37 Ländern gezeigt; dazu kommen eine Vielzahl an Specials, Gesprächsrunden und Performances.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Internationalen Spielfilmwettbewerb, bei dem acht Filme zur Auswahl stehen. Da es sich dabei ausschließlich um Debüt- bzw. zweite Spielfilme handelt, steht die Förderung von neuen Gesichtern im Zentrum. „Frauen erkämpfen sich ihren Weg – selbstbewusst, neugierig, verzweifelt. Sie lassen sich nicht von gesellschaftlichen Normen einhegen und stemmen sich gegen tief verwurzelte patriarchale Strukturen. Sie stellen sich den Herausforderungen von Armut, Exil, Verlust oder Mutterschaft“, heißt es auf der Webseite des Festivals. Fragen nach Gemeinschaft und was feministische Solidarität für die Gesellschaft bedeutet, spielen auch in den anderen Sektionen des Festivals eine Rolle.
Für den mit 15.000 € dotierten Wettbewerbspreis ist etwa der indische Film „Mayilaa“ von Semmalar Annam nominiert, der von der gleichnamigen Protagonistin Mayilaa (Melodi Dorcas) erzählt, die sich nach der Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann selbstständig macht, um das Einkommen für sich und ihre kleine Tochter zu verdienen. Auch in dem Drama „One Woman One Bra“ der kenianischen Regisseurin Vincho Nchogu geht es um Selbstbestimmung und die Neuformung patriarchaler Narrative. Eine alleinstehende Nomadin kämpft darin um den Eigentumstitel für ihr Land. Der Versuch, ihre Identität zu beweisen, wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, in dem die Protagonistin alle Möglichkeiten auslotet.
Der innovative Female-Gaze-Preis für junge Kamerafrauen im Spiel- und Dokumentarfilm geht an Sophia Fenn, die für ihre Bildgestaltung in „Where the Waves took her“ von Jana Stallein als beste Nachwuchs-Kamerafrau prämiert wird. Die Dokumentation begleitet eine junge Hebamme an Bord eines Seenotrettungsschiffs, die Menschen unterstützt, für die die Überquerung des Mittelmeers die letzte Hoffnung ist, um Krieg und Verfolgung zu entkommen. Besonders Frauen sind zunehmend gezwungen, diese lebensgefährliche Route zu wählen.
In ihrer Begründung lobt die Jury die „herausragende Kameraarbeit“ von Sophia Fenn, „die sich mit großer Sensibilität und klarer Haltung einem hochkomplexen Thema nähert“. Die Auszeichnung versteht sich zugleich als „Resonanzraum für eine neue Generation visueller Erzähler:innen, die mit wachem Blick und großer formaler Freiheit auf die Welt schauen“.
Hinweis
Informationen über das vollständige Programm, Neuigkeiten und Tickets gibt es auf der Webseite des Internationalen Frauen Film Festivals.
























































